Mein Dank an die Experten

Mir geht es hier um die Experten, die bereit sind, ihr Fachwissen auch an Laien zu vermitteln. Das ist mitunter ziemlich schwierig, weil Fachwissen von Fachbegriffen geprägt ist, das nicht einfach zu verstehen und zu erklären ist. Glücklicherweise kenne ich solche Experten, die diese Fähigkeit haben, mir ihr oft nicht einfach zu verstehendes Wissen zu vermitteln.

Darum möchte ich an dieser Stelle einmal allen diesen Menschen – vor allem aus dem IT-Bereich – danken, dass sie mir immer wieder geduldig helfen, Internet für mich grundsätzlich verständlich und erlebbar zu machen – mein herzliches Dankeschön an Euch.

Das gilt auch für andere Bereiche des Lebens, in denen mir immer wieder die passenden Begriffe fehlen, das jeweilige Thema verständlich rüber zu bringen. Das geht nicht immer glatt über die Bühne, gerade wenn es um Gefühle und (zwischenmenschliches) Verhalten geht. Wichtig ist daher für mich, immer im Gespräch zu bleiben und nach Möglichkeit auch nach vorne zu schauen.

Bei allen genannten Experten spreche ich nicht von „Profi“-Experten, sondern von den Menschen aus meinem Umfeld, die auf Grund ihrer unterschiedlichen Lebenswege auch Experten in diesen Bereichen sind.

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Die Fähigkeit, sich entschuldigen zu können

Diese Fähigkeit wünsche ich mir nicht nur von meinen Mitmenschen, sondern lebe sie auch. Das möchte ich gerne an dem folgenden Beispiel aus meiner Jugendzeit verdeutlichen:

Während meiner Gymnasialzeit habe ich zweimal Lehrer vor der Klasse so beleidigt, dass ich anschließend von der Klasse darauf angesprochen worden bin. Nachdem ich diese Kritiken beide Male annehmen konnte, habe ich mich in der jeweils nächsten Stunde vor der Klasse bei diesen Lehrern entschuldigt. Beide Lehrer haben meine Entschuldigung annehmen können. Ihr Anmerkung, das hätte ich doch unter vier Augen machen können, habe ich nicht gelten lassen: „Ich habe Sie vor der Klasse beleidigt und bin von der Klasse dafür kritisiert worden. Also ist es für mich schon allein aus diesem Grunde wichtig, mich auch vor der Klasse bei Ihnen zu entschuldigen.“

Sommertemperaturen

Diese heißen Sommertemperaturen habe ich schon immer sehr gemocht. In meiner Jugend zog es mich zudem regelrecht in die Sonne. Doch das ist heute nicht mehr der Fall.

Seit heute merke ich, dass ich bei dem anhaltend trockenen und heißen Wetter allmählich an meine Grenzen komme: Ich bin ziemlich lustlos und träge geworden (Hat da gerade jemand bemerkt, dass ich das doch immer sei? Na ja, das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.) Und mit zwei schrägen Fenstern wird meine Wohnung „gut“ aufgeheizt. Durchzug machen kann ich auch nicht, weil alle Fenster auf derselben Seite liegen.

Leichte Kreislaufprobleme heute Nachmittag haben mich daran erinnert, genug zu trinken. Trinken ist zwar grundsätzlich sehr wichtig, doch bei den derzeitigen Temperaturen ist ganz besonders.

 

Auf Blogger folgt jetzt Google+

Vor einiger Zeit habe ich mich von meinem „Gedankenbuch“ auf Blogger verabschiedet und bin mit meinem gesamten Blog zu wordpress.com umgezogen.

Nun folgt auch der Google-Dienst Google+. Dort war ich von Anfang an aktiv (seit Juli 2011). Eine wirkliche Kommunikation hat dort aber nie wirklich stattgefunden. Und seit langer Zeit findet auf meinem Google+-Account bis auf ein bis zwei Ausnahmen gar keine Kommunikation mehr statt. Auf meinem Diaspora-Profil folgen mir weniger Nutzer und ich folge weniger Nutzern, aber dennoch ist hier die Kommunikation lebendiger und konstruktiver.

Muss mein Blog neutral sein?

In der Unterzeile zu „Gerhards Gedankenbuch“ steht zwar, dass mein Gedankenbuch „parteiisch“ ist, doch darauf will ich mich jetzt nicht allein zurück ziehen.

Mein Blog kann genau so wenig neutral sein wie die Berichterstattung in den Medien, weil jedes Thema zu vielschichtig ist, um auf ausschließlich einen Nenner gebracht werden zu können. Sei es die Lage auf dem Wohnungsmarkt, sei es die Arbeitsmarktlage, sei es das große Feld des sozialen Ungleichgewichts – jeder hat dazu seine Erfahrungen und seine Meinung. Jeder Mensch durchlebt seine persönliche Entwicklung und sieht die Umwelt und seine Mitmenschen aus dieser seiner persönlichen Sicht. Und selbst Wissenschaft ist deshalb nicht neutral. Auch dort gibt es verschiedene Meinungen zu den untersuchten Themen.

Daraus lässt sich schon schlussfolgern, dass man nicht jeden Betroffenen „zu Wort“ kommen lassen muss. Ich muss kein Verständnis für Vermieter haben, die ihre Mieter nur als Melkkühe missbrauchen. Ich muss kein Verständnis für Arbeitgeber, Unternehmer, Vorstände, Aufsichtsräte haben, die „ihre“ Mitarbeiter aus „wirtschaftlichen“ Gründen auf die Straße und in die Armut werfen. Gerade für diese Leute muss ich kein Verständnis haben, weil sie mit ihren Lobbyisten auch an den Gesetzen mitwirken, die das soziale Ungleichgewicht noch weiter verschärfen. Und das mit Zustimmung und auf Einladung „unserer“ Bundesregierung.

Könnt Ihr meinen Gedanken folgen, möchtet Ihr etwas anmerken, möchtet Ihr zustimmen oder etwas ergänzen? Dann schreibt es mir bitte in die Kommentare – auch wenn Ihr meine Gedanken kritisch seht.

Manchmal spüre ich . . .

. . . Hass auf andere Menschen und fühle doch tief in mir, dass es nicht der Hass auf andere Menschen ist, sondern meine Hilflosigkeit, mit diesen Menschen auf gleicher Augenhöhe umgehen zu können, weil sie mir wichtig sind.

Ich kann weder „einfach“ von diesen Gefühlen loslassen, weil das eben nicht „einfach“ ist, noch finde ich kurzfristig eine Lösung. Es wird der Weg sein, der mich mal gerade, mal auf Umwegen, mal in Sackgassen zu einem Ort führen wird, an dem ich sagen kann: Hier ist es in Ordnung, hier bin ich zu Hause.

20% unter der amtlichen Armutsschwelle

Wer aktuell nicht mehr als 969 Euro monatlich zur Verfügung hat, liegt unter der amtlichen Armutsgrenze. Sind 969 Euro im Monat schon „zu wenig um zu leben und zu viel um zu sterben“, so gibt es Menschen mit einem weitaus niedrigeren monatlichen Einkommen. So lebe beispielsweise ich zur Zeit 20% unter dieser Schwelle.  Da meine aktuelle Rente zusammen mit der Grundsicherung in derselben Höhe liegt wie seinerzeit bei Hartz IV, befinde (nicht nur) ich mich in einer Endlos-Armuts-Schleife, weil die jährliche Rentenerhöhung in voller Höhe von der Grundsicherung abgezogen wird. Und selbst sparsames haushalten, das zu einer Gutschrift bei der jährlichen Mietabrechnung führt, wird mir in vollem Umfang von der Grundsicherung abgezogen. Und von einer 450-Euro-Stelle darf ich genau so träumen wie von einer Stelle mit Aufwandsentschädigung.

Persönlich versuche ich, mit meiner Lage durch das Führen eines Haushaltsbuches besser klar zu kommen. Das bringt mir zwar keinen Cent mehr ein, aber einen guten Überblick über meine Ausgaben. Dieser Überblick hilft mir mehr, als ich es mir vor dem Führen des Haushaltsbuches erträumt hätte. Doch das alleine reicht nicht, weil ich auch meine Einstellung entsprechend anpassen muss. Und da habe ich meine Hochs und Tiefs. Und es gibt Menschen, die mich trotz meiner Armut nicht von Gemeinsamkeiten ausschließen.

Unter meinen Leserinnen und Lesern gibt es bestimmt auch den ein oder anderen, der von Armut betroffen ist. Und ich möchte Euch gerne fragen: Wie geht Ihr mit Eurer Situation um?

 

 

Mein Abschied von WhatsApp

Es war ein langer Weg, bis dass ich mich entscheiden konnte, mich endgültig von WhatsApp zu verabschieden. WhatsApp ist immerhin bequeme Gewohnheit, und die Kontakte sind auch zu überzeugen. Bei meinen fünf betroffenen Kontakten war das die kleinste Schwierigkeit.

Mit meinen zwei wichtigsten Kontaken konnte ich mich mündlich verständigen können: Da beide den Kontakt über Telegram ablehnen, habe ich mich mit ihnen auf den Kompromiss Skype geeinigt. Das ist zwar ein Wechsel vom Teufel zu Belzebub, aber zumindest bin ich nicht mehr beim Teufel zu Besuch.

Den drei übrigen habe ich die folgende Email geschrieben:

Liebe . . .,

da WhatsApp/Facebook sehr viele Daten seiner Nutzer sammelt, habe ich mich entschlossen, mich von WhatsApp zu verabschieden (siehe u.a. hier: https://blog.wdr.de/digitalistan/kampf-gegen-whatsapp-reloaded-aus-nrw). Das ist für mich aber kein Abschied von Dir, weil ich auch auf anderen Kanälen erreichbar bin:
* über meine Email-Adresse
* über den Messenger Telegram (Infos siehe hier: https://telegram.org/faq/de)
* über Skype (schlankermensch).

Ich würde mich freuen, wenn mein Abschied von WhatsApp für Dich kein Abschied von mir wäre.

In diesem Sinne sende
ich Dir einen lieben Gruß
Gerhard

Auf Augenhöhe mit . . .

Müsste es nicht heißen Auf gleicher Augenhöhe mit? Doch lasse ich diese Genauigkeit an dieser Stelle außen vor, weil für mich beide Formulierungen dasselbe ausdrücken. Nicht mit jedem Menschen können wir uns auf gleicher Augenhöhe verständigen:

~ Mit dem Chef ist es in der Regel schwierig, weil im Beruf in der Regel ein Oben und Unten vorrangig ist. Zumindest erinnere ich mich so aus meinen Berufsjahren daran.
~ Auch mit Behörden ist eine Verständigung auf Augenhöhe mitunter schwierig. Das habe ich und erlebe ich glücklicherweise so gut wie gar nicht. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass ich bei sachlichem und kooperativem Umgang auch genau so behandelt werde.
~ Bei Beratung in einem Geschäft ist es von Vorteil, wenn man Fachkenntnisse von dem Produkt hat, das man kaufen möchte.
~ Am Leichtesten sollte es zwischen Menschen sein, die sich nahe stehen. Doch liegt hier die Betonung auf „sollte“. Denn Nähe macht auch verletzlich. Nicht immer versteht man den anderen so, wie er verstanden werden will. Und so manches Mal hilft das gesprochene Wort auch nicht weiter.

Es gibt nicht nur die gedanklich gleiche Augenhöhe, sondern auch die gefühlsmäßige. Nur wenn die Gefühle füreinander dieselben sind, kann es auch gedanklich zu einer Augenhöhe führen. Das sehe ich jedoch nur bei dem letzten Beispiel so. Bei den anderen bedarf es keiner übereinstimmenden Gefühle.

Für alle Beispiele sehe ich dieselben Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verständigung: Zugewandtheit, Achtung, Sachlichkeit, Geduld.