Auf Augenhöhe mit . . .

Müsste es nicht heißen Auf gleicher Augenhöhe mit? Doch lasse ich diese Genauigkeit an dieser Stelle außen vor, weil für mich beide Formulierungen dasselbe ausdrücken. Nicht mit jedem Menschen können wir uns auf gleicher Augenhöhe verständigen:

~ Mit dem Chef ist es in der Regel schwierig, weil im Beruf in der Regel ein Oben und Unten vorrangig ist. Zumindest erinnere ich mich so aus meinen Berufsjahren daran.
~ Auch mit Behörden ist eine Verständigung auf Augenhöhe mitunter schwierig. Das habe ich und erlebe ich glücklicherweise so gut wie gar nicht. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass ich bei sachlichem und kooperativem Umgang auch genau so behandelt werde.
~ Bei Beratung in einem Geschäft ist es von Vorteil, wenn man Fachkenntnisse von dem Produkt hat, das man kaufen möchte.
~ Am Leichtesten sollte es zwischen Menschen sein, die sich nahe stehen. Doch liegt hier die Betonung auf „sollte“. Denn Nähe macht auch verletzlich. Nicht immer versteht man den anderen so, wie er verstanden werden will. Und so manches Mal hilft das gesprochene Wort auch nicht weiter.

Es gibt nicht nur die gedanklich gleiche Augenhöhe, sondern auch die gefühlsmäßige. Nur wenn die Gefühle füreinander dieselben sind, kann es auch gedanklich zu einer Augenhöhe führen. Das sehe ich jedoch nur bei dem letzten Beispiel so. Bei den anderen bedarf es keiner übereinstimmenden Gefühle.

Für alle Beispiele sehe ich dieselben Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verständigung: Zugewandtheit, Achtung, Sachlichkeit, Geduld.

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